Zum Rosenmontag in Dabendorf 2017

 

  

Motto: „Fürstlich Leben”


Ulrich
Reichsprinz zum rechten Loth


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                 Rosenmontag 2017

 

Leserbrief zum „Ausbau” der B96 in Zossen / Dabendorf

zur Veröffentlichung bei der MAZ seit dem 13.012.2017 anhängig

Zum Ausbau der B96 in Zossen/Dabendorf, der keiner war.

Wer sich an den Zustand dieser Zossener Hauptverbindung nach Berlin vor den Bauarbeiten im vergangenen Jahr erinnert, kannte und kennt bestimmt schlechtere Durchgangsstraßen. Nun ist die Fahrbahn dennoch erneuert worden. Planungsvorlauf ist beim Ergebnis kaum erkennbar und Bürgerbeteiligung, insbesondere der Anlieger fand nicht statt. Könnte man also für diese unkomplizierte Bürgerbeglückung danken?

Der Baulastträger (Bund) hat an dieser Straße auch nach der Wende verschiedentlich Ausbau durchgeführt, ohne grundlegend zu erkennen, das sich der Charakter der Straße in diesem Bereich von einer innerörtlichen Land- und Schnellstraße mit ehemals Tempo 70 mit Anliegern in eine städtische Haupterschließungsstraße mit zunehmendem Wohngebietscharakter verändern würde bzw. verändert hat.

Was hätten wir uns gewünscht?

Cirka 6 Fußrängerquerungen mit Mittelinseln zum Ersatz der zwei unsinnigen und im Verkehr nervenden reinen Fußgängerampeln sowie an allen anderen wesentlichen Einmündungspunkten, den Bushaltestellen und bestimmt am Ende des östlichen Rad- und Fußweges. Schulkinder sollten damit zu Recht kommen, auf kleinere muss man an dieser Straße sowieso aufpassen.

Natürlich Abbiegespuren an der Brandenburger Straße und dem Knoten Goethestraße -Trebbiner Straße. Das ist jetzt vielleicht vermessen. Aber hier hätte man sich auch einen Kreisverkehr mit Stadtbild gestaltender Wirkung vorstellen können. Was wir dort bekommen haben ist eine randliche, durchbrochene Bordsteinlandschaft mit Entwässerungsgräben.

Mit letzteren sind wir ja auf ganzer Länge beschenkt worden. Man erkennt den Planungswillen und ist dennoch befremdet bei der auf dem Wall liegenden Straße mit der nur relativ weit ab gelegenen Bebauung. Aber sie werden fortan die Pflege der Bankette nachhaltig abwechslungsreicher gestalten und von Fall zu Fall auch Gefahr setzten. Wäre stattdessen nicht die eine oder andere Parkbucht möglich gewesen?

Andererseits wurde auf den Bau verkehrsrechtlich relevanter abgesenkter Bordsteine weitgehend verzichtet. Dass es in Ausnahmefällen erfolgte zeigt, dass diese bauliche Lösung den Verantwortlichen immerhin bekannt sein könnte.

Auf eine notwendige Oberflächenentwässerung an der Problemstelle: südlicher Bereich der Einmündung Goethestraße wurde verzichtet. Auch gleich auf die Anlage eines Bürgersteiges, der dort aus der Kreuzung heraus führte und sinnvoller Weise bis etwa zur Bushaltestelle Goethestraße führen sollte. Wer auch immer hier im Ganzen zuständig wäre. So landet man weiterhin wie gehabt, von der nervigen Fußgängerampel kommend direkt im baulich undefiniertem Schlamm!

Hätte man sich für die Planung die erforderliche Zeit genommen, wäre vielleicht auch eine Einigung mit der Bahn bezüglich des vollständigen Rückbaus des nicht mehr benutzten Bahnübergangs erreichen können, der nicht nur für den ortsunkundigen Schwerverkehr weiterhin eine überraschende und nicht ungefährliche Querrinne bildet. Zumindest die Radfahrer könnte man dort immer noch nachgängig, kurzfristig und nahezu kostenfrei von den, wegen des ruhenden Bahnverkehrs, entbehrlich gewordenen Sperrgittern entlasten, die ihnen dort weiterhin ein oft abenteuerliches Ausweichen auf die Fahrbahn aufgenötigen.

Problematisch sind auch nach wie vor die zum Teil stark ansteigenden Auffahrten der Anwohnernebenstraßen auf die B96, die dem Kreuzungscharakter dieser Verkehrsräume kaum gerecht werden.

Insgesamt wäre es möglich gewesen mit nur geringem  baulichem Mehraufwand, wie anderen Orts schon geschehen, die Wohnqualität an dieser immer noch notwendiger Weise und durchaus gewollt schnellen Straße durch bauliche Endschleunigung bei gleichzeitiger Verbesserung des Verkehrsflusses zu erreichen. Was, wie gezeigt, nur scheinbar ein Widerspruch ist. Möglichst gleichförmiger Verkehr ist ja in fast jeder Hinsicht am verträglichsten. Nun ist die Bundesstraße weitgehend so wie zuvor und das Steuergeld dafür bestimmt zunächst ausgegeben.

Wo bleibt das Gute ? Nun den Ausführenden Firmen und ihren Mitarbeitern ist, für einen aus meiner Sicht, hinreichend kommunikativen, professionellen und insbesondere pünktlichen Bauablauf zu danken.

Was bleibt noch? Eben verpasste Chancen in mehrfacher Hinsicht und mein Kopfschütteln über die zuständige Bundesbehörde bis zum BMV. Denn der Fisch ...

Ulrich-Thomas Andrees
Anlieger und Sachverständiger für den Kraftfahrzeugverkehr i.R.

Eine juristische Betrachtung zum Thema unter Einfluss meiner Kenntnisse als ehrenamtlicher Richter könnte sich anschließen ... in der MAZ oder auch hier!

Interessantes mal zum Googeln:
   Herrschaft Zossen
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